<Steht die Ausübung unserer Sportart mit dem
Umweltschutz im Einklang ?
Wie bei allen Natursportarten wurde diese Frage in den
letzten Jahren häufig gestellt. Mittlerweile liegen verschiedene biologische Studien dazu
vor und die daraus resultierende Antwort auf unsere Frage lautet: JA
Drachen- und Gleitschirmfliegen kann der zunehmenden
Naturentfremdung unserer Gesellschaft entgegenwirken!
Folgende Gutachten liegen den nachfolgenden Aussagen zugrunde:
| ° "Ikarus und die Wildtiere"
(Wildbiologische Gesellschaft München, Zeitler/Georgi 1995)
°"Auswirkungen von Drachen- und Gleitschirmfliegen auf Wildtiere am
Wallberg" (Diplomarbeit, Björn Klaassen 1993)
°"Vegetationskundliche Untersuchung" (Firma
Ifuplan/Quinger, 1998)
°"Luftsport im Biosphärenreservat Rhön"
(Planungsbüro Grebe/Bauernschmitt, 1998)
°"Steinadlerprojekt" (Nationalparkverwaltung
Berchtesgaden, 1998) |
Drachenfliegen ist eine völlig lautlose Art zu fliegen und
belastet die Luft nicht mit unnötigen Abgasen.
Der Deutsche Hängegleiterverband erhielt im August 1998 den
UMWELTPREIS DER FACHGRUPPE OUTDOOR vom "Kuratorium Sport und Natur" und wurde
damit für sein vorbildliches Engagement im Naturschutz ausgezeichnet.
Bei allen Fluggeländezulassungen in Deutschland werden die
örtlichen Naturschutzbehörden miteinbezogen. So auch am Einkorn, wo es von den Behörden
keine Einwände gab.
UMWELTSCHUTZAKTIVITÄTEN DER PILOTEN AM EINKORN
1.) Jährlich führen Mitglieder des Gleitsegelclub Condors
und HGC Einkorns eine "Einkornputzete" durch, bei der sämtlicher Abfall in
unserem Fluggebiet eingesammelt wird. Dabei wurde festgestellen, dass die von den
Besuchern des Einkorns hinterlassene Müllmenge abnimmt.
2.) Die Piloten werden mit einem Vereinsbus vom Landeplatz
an den Startplatz zurückgefahren, um unnötige Fahrten zu vermeiden.
3.) Die Wetterstation mit ihren detaillierten Winddaten
verhindert, dass Piloten bei schlechten Flugbedingungen zum Fluggelände fahren. Hierfür
wurden die Vereine mit einem lokalen UMWELTSCHUTZPREIS ausgezeichnet.
ASPEKT FAUNA:
Aus den oben aufgeführten Studien geht hervor, dass Drachen
und Gleitschirme keine Greifvogelsilhouette besitzen, die bei Wildtieren Stress,
Fluchtreaktionen und somit zusätzlichen Energieverbrauch auslöst (angeborenes
Feinderkennungsvermögen).
In Extremsituationen können zwar Störungen durch sehr
schnell und tief fliegende Piloten nicht völlig ausgeschlossen werden, jedoch ist
laut Studien bei den Tieren eine hoher Gewöhnungseffekt festgestellt worden. 95% der
Tiere in den Untersuchungsgebieten sind an ihrem Ort verblieben und haben Äsen oder Ruhen
fortgesetzt.
Die ruhigen Dämmerungszeiten sind für viele Tierarten
besonders wichtig (Aktivitätsrhythmus). Diese Zeiten überschneiden sich in der Regel
nicht mit der fliegerisch interessanten Tageszeit.
Streckenflüge sind für Wildtiere unproblematisch, da sie
fast ausschließlich in großer Höhe und recht selten stattfinden.
ASPEKT FLORA:
Auf landwirtschaftlich genutztem Intensivgrünland ist
Flugbetrieb aus naturschutzfachlicher Sicht unbedenklich. Bei vielgenutzten Startplätzen
wird sich die Vegetation zu trittresistenten Pflanzengesellschaften verändern.
Die meisten Magerrasentypen (Einkorn) vertragen eine
maßvolle Trittbelastung. Die Nutzung als Startplatz kann dieser Vegetation dienlich sein,
wenn dadurch eine Verfilzung und Verbuschung verhindert wird und Lebensräume für
besondere Tier- und Pflanzenarten erhalten bleiben. Erosionserscheinungen können mit
Hilfe von Gittermatten verhindert werden.
Natursportler sind Partner des Naturschutzes!
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